Sydney Sehenswürdigkeiten

 
Wir gehen auf Entdeckungsreise und besuchen die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Darling Harbour, die Oper von Sydney, die Harbour Bridge und die University of Sydney mit dem Victoria Park.
 

Harbour Bridge und Oper von Sydney

Am Montag ist das Wetter wieder ganz auf unserer Seite und die Sonne strahlt. Wir nehmen heute quasi das „Pflichtprogramm“ für Touristen und Backpacker in Sydney durch. Wie schon am Samstag Abend führt unser Weg zunächst hinunter zum Darling Harbour, wo wir wiederum an den Kais entlang laufen. Heute ist natürlich deutlich weniger los in den Kneipen, aber dafür ist die Schlange vor dem Sea Life Aquarium umso länger. Es soll darin wirklich gut sein, ist aber mit ca. 23,– EUR pro Person kein Schnäppchen. Also weiter! Via King Street Wharf im Stadtteil Barangaroo gelangen wir nach Millers Point, das praktisch eine einzige große Baustelle ist. Bis 2018 entsteht hier ein neuer Wolkenkratzer in erster Reihe. Trotz der offenbar grundsätzlich positiven Einstellung der Einwohner von Sydney, regt sich auf den hier und dort angeschlagenen Transparenten leiser Widerstand gegen diesen Gigantismus. Beschaulich wird dieser Bereich dann nur noch bedingt sein. Jedoch: wo Altes aufhört, kann Neues beginnen. Die Sehenswürdigkeiten von Sydney werden jedenfalls wieder um eine Attraktion reicher.

Wir erreichen die Sydney Harbour Brigde. Diese Stahl- und Betonkonstruktion wurde 1932 fertiggestellt und verbindet den geschäftigen Süden mit dem wohnlichen Norden Sydneys. Neben dem Cahill Expressway führt auch eine zweispurige Eisenbahnstrecke hinüber. Die Ostseite der Brücke ist mit einem Fußweg versehen, von dem aus man einen fantastischen Blick auf Sydney CBD, den Stadtteil The Rocks, die Oper von Sydney und den botanischen Garten hat. Dieser Ausblick kann eventuell noch getoppt werden, indem man die 200 Stufen des südöstlichen Pfeilers nimmt und den Ausblick aus ca. 90 m Höhe genießt (ca. 9,– EUR pro Kopf). Der Fußweg selbst verläuft bereits in ca. 60 m Höhe über dem Meer durch die Pfeiler hindurch. Wir gehen bis etwa zur Mitte der gut einen Kilometer langen Brücke, kehren um und folgen den Beschilderungen zum Sydney Opera House.
Der Weg führt uns nach The Rocks an den Circular Quay. Eine schöne Hafenpromenade, die jedoch nicht die Faszination des Darling Harbour erreicht. Vorbei an Restaurants erreichen wir den großen Platz vor der Oper, wo wir kurz Rast machen. Die Oper von Sydney von innen besichtigen wir nicht. Bemerkenswert: das weiße Dach besteht aus vielen Fliesen, jeweils etwa zehn mal zehn Zentimeter groß und weist keine gesonderten Dachrinnen auf. Dafür sind die begehbaren Flächen rundherum durchlässig gestaltet und eine darunterliegende Schicht aus Bitumenbahnen schützt den Beton vor Feuchtigkeit. Zurück geht es durch die Royal Botanic Gardens ins Zentrum, um zu verpflegen. An dieser Stelle noch eine Korrektur: entgegen meiner Schilderung in einem vorhergehenden Beitrag, gibt es auch im Coles eine warme Theke mit täglich wechselnden Speisen zu super-günstigen Preisen. Ein klassischer Fall also von: es kommt auf den Laden an. Eine wirklich große Portion Pommes oder Wedges kostet hier 2,– EUR, abends die Hälfte. Dazu gibt’s auch später am Abend noch Hähnchenfleischstücke, die unterschiedlich paniert und ebenfalls auf 1,– EUR reduziert sind. Dafür, dass beispielsweise eine Portion Nudeln oder eine viertel Pizza um die 6,– EUR kosten, ist das echt top. Backpacking in Australien kann also teuer sein, muss es aber nicht.

The University of Sydney

Nachdem wir uns auf dem Zimmer in der Unterkunft in Sydney's CDB vom Ausflug ausgeruht haben, machen wir uns nochmals auf, die Universität von Sydney zu besuchen. In südwestlicher Richtung folgen wir der A22, dem Great Western Highway bzw. Parramatta Road. Der der University of Sydney vorgelagerte Victoria Park ist wie alle anderen Parks, die wir bisher gesehen haben, in einwandfreiem Zustand und bestens gepflegt. Hier wuchert auch nichts unkontrolliert umher (wie im Karolinenpark in Ruhla), geschweige denn tritt man beim Überqueren von Rasenflächen in Hundehäufen. Ferner ist die Botanik so ausgewählt, dass ein angemessener Pflegeaufwand einen möglichst maximalen Nutzen für die Besucher (z.B. Schatten im Sommer) bringt und zugleich gestalterischen Aspekten genügt. Alles drei Eigenschaften, die man den meisten begrünenden Maßnahmen in unserer Heimat nicht zuschreiben kann.

Die Universität von Sydney liegt auf einer Anhöhe. Das bemerkenswerteste Gebäude auf dem Campus ist die sogenannte Quadrangle. Das eine Seitenlänge von ca. 100 m aufweisende Bauwerk aus Sandstein im viktorianischen Stil wurde ab 1854 errichtet und im Laufe der 1960er Jahre fertiggestellt. Es weist einen großen Innenhof mit umlaufendem Bogengang auf und beherbergt verschiedene universitäre Einrichtungen. Ansonsten verläuft der Hauptcampus weiter in südlicher Richtung, ist großzügig angelegt und wird flankiert von der Bibliothek, der Fakultät für Rechtswissenschaften, der Fakultät für Chemie und weiteren Gebäuden, die keine entsprechende Aufschrift aufweisen. In etwa 200 m Entfernung entdecken wir noch ein schönes Gebäude, das sich als United States Studies Center herausstellt.
Sein Erscheinungsbild hat aber auch etwas von einer orthodoxen Kirche. Den Rückweg treten wir gelassen an und verbringen einen ruhigen Abend mit all den neuen Eindrücken von Sydneys Sehenswürdigkeiten.

Außerdem ist es mir gelungen, ein weiteres potenzielles Fahrzeug für unseren geplanten Work and Travel-Roadtrip durch Australien ausfindig zu machen. Ein positives Telefonat hat auch schon stattgefunden und so haben wir vielleicht am Ende dieser Woche endlich unser Motorhome – we’ll see.