Erster Eindruck in Sydney Concord

 
Wir erleben den ersten Morgen in Australien – erkunden die nähere Umgebung der Ortsteile Concord und Burwood zu Fuß – und verschaffen uns einen ersten Eindruck von der Innenstadt von Sydney.
 

Sydney im Frühling

Unser Hostel Sydney Student Living liegt im südlichen Bereich des Stadtteils Concord, der hauptsächlich mit Einfamilienhäuser bebaut ist. Eine mittelständisch geprägte Gegend rund zehn Kilometer westlich der Innenstadt von Sydney, mit kleinen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Sportplätzen. Das Hostel selbst ist ein relativ moderner Bau mit verschiedenen Zimmertypen und einer Gemeinschaftsküche. Alles in allem absolut in Ordnung. Die fast unmittelbar hinter dem Hostel verlaufende Parramatta Road ist eine sechsspurige Straße und eine der Hauptverkehrsadern von Sydney, die vor allem von Pendlern stark frequentiert wird. Südlich von Concord liegt Burwood, mit mehr Geschäften, Shopping Malls, Banken und Bahnhof. Im Norden grenzen die nobleren, am Wasser gelegenen Stadtteile Rhodes, Mortlake, Breakfast Point und Cabarita an.
Der erste Morgen beginnt mittags um zwölf. Die Zeitverschiebung hat uns echt voll erwischt. Noch ein wenig orientierungslos machen wir uns auf den Weg nach Burwood, um die Westpac Bank aufzusuchen.
Dort haben wir von zuhause aus unsere Konten eröffnet und müssen uns noch mittels Reisepass identifizieren lassen. Das geht erstaunlich unkompliziert vonstatten und Christian sein Geld ist sogar schon eingegangen. Bei mir gestaltet sich das mit der Überweisung etwas schwieriger, zumal sich weder die Westpac in London (Transfer Account) noch die DKB zuständig fühlen. Aber wie das so ist: am darauffolgenden Dienstag Abend schließlich ist die Kohle auch bei mir eingegangen. Allerdings müssen wir feststellen: der Wechselkurs, den die Institute hier veranschlagen, ist wesentlich schlechter als der, der bei einer Abhebung vom heimischen Konto angenommen wird. So gesehen gehört ein Bank Account in Australien zwar mit dazu (Zahlungen des Arbeitgebers), aber für Cash-Money reicht eine normale deutsche VISA-Card aus. Wir laufen noch ein wenig der mit Autohändlern gesäumten Parramatta Road entlang, aber da gibt’s nichts, was für uns infrage kommt. Da es gegen 18:00 Uhr ja schon wieder dunkel ist, passiert heute nicht mehr viel.

 
 

Sydney Concord, Parramatta River und Burwood

Am Dienstag ist strahlender Sonnenschein und so beschließen wir, einen Ausflug ans Wasser zu machen. Vom Hostel aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß und man erreicht mit dem Parramatta River einen der Seitenarme der zerklüfteten Küste Sydneys. Allein in diesem finden sich wiederum unzählige kleine Buchten. Die Bebauung ist nah am Wasser, nur ein Grünstreifen mit Fußweg trennt die Anwesen der besser situierten vom kühlen Nass. Wir laufen durch den Stadtteil Cabarita – hier grenzen die Grundstücke dann fast alle direkt ans Wasser – bis zum Cabarita Park, einer Landspitze mit schöner Aussicht auf die Skyline von Sydney. Hier verweilen wir ein wenig, ehe wir den Rückweg antreten. Die Häuser hier stehen zwar auch sehr dicht aneinander, sind aber ausgesprochen gepflegt. Neben den grundsätzlich festzustellenden klassischen Hausvarianten in Backstein (traditionell englisch) oder Holz (irgendwie Florida-Style) finden wir verschiedene architektonische Highlights, meist weiß verputzt.

Die Sonne hat den ganzen Tag über wohlig warm geschienen und so spannt zumindest bei mir die Haut ein wenig im Gesicht. Aber so wirklich warm ist es noch nicht. Gerade abends kühlt es bei klarem Wetter schnell ab und macht eine warme Jacke unerlässlich. Wir haben heute Abend im Woolworth Supermarkt noch einen besonderen Leckerbissen entdeckt: im Gegensatz zu dessen Pendant Coles, gibt es bei Woolworth hier im Westfield Shoppingcenter in Burwood eine Theke mit täglich frisch zubereiteten warmen Mahlzeiten in einer Alu-Asiette. Diese sind wohlschmeckend und nach 17:00 Uhr um die Hälfte reduziert. Eine klare Empfehlung, will man nicht nur von Brötchen und Aufschnitt leben (beides vergleichbar zu Deutschland).
Außerdem prüfen wir heute mögliche Beschäftigungsmöglichkeiten im Raum Sydney und Melbourne, die es vor allem mir erlauben, die laufenden Kosten in Deutschland zu decken. Als grundsätzlich passend zur Orientierung (für eigentlich alles) hat sich gumtree.com.au herausgestellt. Eine Plattform vergleichbar mit ebay Kleinanzeigen in Deutschland.
Der Mittwoch scheint vom Wetter her eher durchwachsen zu werden. So beschließen wir einerseits, die Themen Auto, Job und Website zu behandeln, andererseits die Bewegung nicht zu kurz kommen zu lassen. Wir laufen durch die Stadtteile Strathfield, Burwood und Croyden und erfreuen uns an den vielen angelegten Parks und dem ein oder anderen interessanten Gebäude.

Ein erster Eindruck von Sydney

Auch heute müssen wir wiederholt feststellen, dass wir uns beide immer noch nicht an die neue Zeit gewöhnt haben. Unser Wecker klingelt zwar 9:00 Uhr Ortszeit, aber das ist ja wie mitten in der Nacht bei uns. Und wir sind beide meistens noch nicht richtig wach. Mit einer weiteren günstigen und kulinarisch wertvollen Empfehlung beginnen wir unseren Tag. Es gibt Haferflocken mit Milch und wahlweise Bananen oder Kakao. Ein solides Mahl, das lange vorhält. Dabei kosten 750 g Haferflocken ca. 90 ct, und zwei Liter Milch ca. 1,20 EUR.
Bereits zwei Tage zuvor haben wir unsere Opal-Card gekauft und aufgeladen, die es uns erlaubt, die öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Sydney zu nutzen.
Wir nehmen trotz des unbeständigen Wetters den Zug nach Sydney Central Station, laufen bei unserem zukünftigen Hostel Maze Backpackers vorbei und schlendern dann durch den Hyde Park zu den Royal Botanic Gardens. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zur berühmten Oper von Sydney und der Sydney Harbour Bridge. Aufgrund der Witterung und der fortgeschrittenen Zeit, machen wir uns wieder zurück nach Burwood, kaufen Essen und drehen auf dem nahegelegenen Sportplatz noch ein paar Trainingsrunden. Zu den Details in Sydney folgt noch mehr in den nächsten Tagen, also: stay tuned!